Das Chorjahr 2012

/ Dezember 19, 2012/ Vierzeiler

Gesanglich stieg man wuchtig ein,
ins neue zwölfer Jahr hinein,
der Steuermann, der musst es sein,
nach anfangs, manchen Stolperein,
klang Wagner dann gesanglich rein.
Fürn Chor war’s ein bewegtes Jahr,
das choraktiv, erfolgreich war.
Schaut man am Abend heut zurück,
verfolgt so manchen Choresschritt,
dann wird uns allen offenbar,
zwölfmal vier Abende im Jahr
bewegten wir das Stimmbandpaar,
dazu zweimal zwei Wochenden,
wo wir hier übend Töne spenden.
Tonbildung ist erforderlich,
sonst singt gar mancher liederlich.
Wir lernten ständig neue Lieder
und übten auch die alten wieder,
sind somit echte Schatzbehüter,
vom schönen deutschen Liedesgut.
Es wuchs bei uns das Liedvolumen,
der Liedschatz fängt schon an zu boomen
Der Bogen unseres Liederreigens
ergreift verschiedene Geisteszeiten
mit Mozart-Bruckner-Hayden-Klängen
und kraftvoll starken Wagnersängen,
auch Silcher, Bach,natürlich Weber
und weiteren starkenTönegeber,
bis hin zu neuen Gospelklängen
die immer mehr ins Klangfeld drängen.
10 Jahre zählt jetzt unser Glück,
dass der Herr Meister vor uns tritt,
fürn Chor ein wunderbar Geschenk,
dass uns  der Meister,trefflich lenkt
uns seine Kunst und Technik schenkt.
Er, sehr korrekt, exakt, genau,
erwartet auch von allen Recken, ,
daß sie sich nach der Decke strecken,
denn jeder Mittwoch ist vonnöten
um Töne klangrein darzugeben,
das weiß ein jeder hier im Rund,
ja Fehlen, das ist ungesund.
Der Chor mag seine nette Art,
weil jeder Schritt erfolgsgebart.
Aus der Welt der schönen Noten
Hat er vieles uns geboten,
hat uns Lieder beigebracht,
die wohl jeden Freude macht.
Mit jeden Chorkonzert in Sachsen
ist unser Chor ein Stück gewachsen.
Und seit uns Wagners Name ziert
wurd unser Chor toll aufpoliert.
In unseren Mittwochsängerleben,
da wird der Freude Raum gegeben.
Die  Klänge wunderschöner Lieder,
die bringen Harmonie hernieder.
Nie zeigt der Meister Zornesfalten,
auch wenn die Stimmen wildlinks walten,
nur manchmal scheint er ungehalten,
wenn man nicht zählt, den Takt nicht faßt
den Einstieg noch dazu verpaßt,
das tut ihm weh, das mag er nicht,
er bittet doch nach vorn zu blicken
um den Einsatz nicht zu verrücken
verärgert, wenn geplaudert wird,
weil sich dabei manch Ton verirrt.
Ja manch choraler Leckerbissen
wird durch’nen Fehlstart glatt verschlissen.
Der Meister steht ganz voren dran
und hebt den Arm zum ersten Klang,
für den Sopran, ein weiterer Wink
gilt den Tenor, dann ruft
er noch den  Bass hervor
winkt auch den Alt, des Klang
so herrlich, füllig hallt.
Er dirigiert mit Herz und Hand,
mit Körpersprache Blickverstand
und  jeder Sänger, der auch schaut
wird dabei richtig eingebaut.
Er bringt uns meistens spielend bei,
wie diese Terz zu singen sei,
Und er ermahnt uns eben,
die Quarte voll von oben nehmen.
Zufriedenheit kriecht in die Herzen
durch Klangtriolen, Quarten, Terzen,
ja Singen heißt auch Spannung halten,
um Töne stets gut zu verwalten,
drumm mahnt er immer, spannt den Bauch
und sitzt korrekt, laßt euch nicht  hängen,
denn dieses kann den Ton bedrängen.
betont auch öfter, beim Probieren,
nein bitte, hier nicht abphrasieren.
Synkopen müssen früher kommern,
sonst wird den Klang der Biss genommen
Probleme gibt es oft beim Atmen,
korrektes Atmen, zählt zu den guten Sängertaten
doch leider gibt es hier noch Lücken,
doch chordynamisch sollt es glücken.
Frau Burow nennt uns Zweiventiler,
das Obere für die schönen Töne,
das unterer für das Darmgestöhne.
Das Atmen muß geordnet sein ,
ja atmet nie ins Wort hinein,
atmet zu Last der letzten Note
und er mahnt uns immer wieder,
klopft den Takt und zählt ganz bieder,
nur dann werden Takte Lieder.
Ein Seufzer kann den Klang zerstören,
das kann der Meister garnicht hören
Und er gibt uns zu verstehen,
dort wo keine Noten stehen,
soll man in die Pause gehen.
Ja herrlich ist es zu erleben,
wenn wir den Noten Töne geben,
erst mühsam, doch dann, Schritt für Schritt
wird’s immer gute Klangmusik.
Erstaunlich ist das Sprachverhalten
dass Frauen lärmend hier entfalten.
Ein Highlight war die Vorstandswahl,
der Vorstand wurde voll verjüngt,
die Rentner wurden ausgedünnt,
sind nur, wenn nötig noch zur Hand.
Die Jugend übernahm die Macht,
manch Neues wird nun angedacht,
den Alten wurde Dank geboten,
die für den Chor, sich so gebogen,
sie sind, wenn nötig, stets zur Hand,
als Stütze hier im Chorverband.
Die Bärbel, die trat ganz zurück,
tat einen neuen Lebensschritt,
entschwand aus Graupa, aus dem Chor
und baut nun für das Alter vor.
Die Katrin führt den Chor klug  an
sie steht als  Vorstand ihren Mann.
Fürn Chor war’s ein bewegtes Jahr.
Trauer ging durch’s Sängerhaus ,
denn Thomas Lebenslicht losch aus,
dies hat uns alle sehr betroffen.
Musikbeflissen trat der Chor,
zehn mal in diesen Jahr hervor
In Dresdens Rathaus, der Kultur,
da zogen wir erneut die Spur.
In Loschwitz schönen Kirchenhallen,
da konnten wir erneut gefallen
mit wunderbaren Frühlingsliedern
Zur Wagnerwies im Monat May
wo wir mit vollen Klang dabei,
der Wettergott war uns gewogen
und hat uns 30 Grad geboten,
sodaß wir innenwärts gezogen
wo toller Tonklang voll geboten,
ich glaub dies Benifizchonzert
ging allem Hören voll ins Herz.
Ja, Gleiches wir in Lohmen taten,
als weitere unserer,  guten Taten,
damit das alte Schloß erblüht,
hat sich der Chor sehr gern bemüht.
Ein Höhepunkt im Choresleben
ward durch den 60igsten gegeben,
als uns Herr Schönberg eingeladen,
zu Gottesdienst und guten Braten,
wo wir ihm schöne Lieder gaben,
die’n Laureat erfreuet haben.
Zum Ortsfest unterm Eichenbaum
ist das Geäst kein Sangesraum,
der Klang versinkt im Gipfelbaum
ganz anders in den Übungsraum
hier ist der Klang ein Tönetraum
hier klingt das Lied  aus unserer Brust
wie komprinierte Lebenslust.
Erfrischend für die Sangesgraupen
was das Konzert in _Weineslauben
wo unser Klang den Wein verehrt
und wir dabei manch Glas geleert,
mit Wein wurde der Klang gestützt,
was lauter Wiedergabe nützt,
In Weinbergs kühlen Kirchenrund
bot unser Chor  ’ne Sangesstund
und gab so den Advent hier kund,
aus Hörers Stimme war zu hören,
ja euer Klang ist zum Betören.

Mit Freude haben wir vernommen,
dass zwei Tenöre neu gekommen,
was hier ja nicht so oft passiert,
ja auch zwei Bässe noch dazu,
nun hat der Mangel etwas Ruh,
auch der Sopran ward aufgestockt,
sodaß es sich jetzt besser rockt.
Ein Ruptus geht durch Saal und Chor
Trägt man hier „Rock my soul“ hervor,
das kräftig und sehr voll erklingt,
sodaß der Saal zumeist mit swingt.
Endmonatlich ist es hier Brauch,
man sitzt zusammen,füllt den Bauch
kann manches hören oder sagen
was Sänger so privatim plagen,
es bindet auch den Chorverbund,
doch leider stärkt es auch die Pfund,
es ist,denkt ich,ne schöne Rund.
In Pirnas Mariengotteshaus
ist die Akustik Hörerschmaus,
da konnten wir mit anderern Chören
und Weihnachtsliedern, all betören,
welch heller Klang und voller Ton,
wohl für die Sänger,schönster Lohn.
Musik bringt Freude, schönt das Leben,
wenn sie so klangrein dargegeben.
Das End-Konzert im Kirchenrund
bracht für den Chor
die Jahresabschiedsstund,
Die Weihnachtsfeier ist ein Muß,
„wolllustig“ sei heut der Genuß.
Darf es auch reines Caschmier sein?
Das Jahr sich nun zum Ende neigt
und grad mal noch 2 Wochen zeigt,
wird in Äonen nun entschwinden
und sich in die  Annalen binden,
wo wir vom Chor auch manches finden.
Einen jeden Stimmband sei hier Dank,
das für den Chor so herrlich schwank.
Dank all jenen die sich mühen,
für unseres Chors erfolgreich Blühen
voran, unserern verehrten Meister
und allen guten Vorstandsgeistern,
der Katrin, die den Chor hier führt,
der Gabi die die Noten spendet,
Renate die uns Geld entwendet,
dieKatrein die uns schmückt und ziert
Frau Pritsche die uns avisiert
Und Traudel, die uns süß verführt.
Es wären viele noch zu nennen,
hier endet nun das Jahresrennen,
vorbei dahin das alte Jahr,
daß letztlich doch erbaulich war,
das Neue wird sich alsbald künden
wo wir uns, singend, wiederfinden.